Raclette-Ideen: klassisch, ohne Fleisch, für Kinder und süß — was ins Pfännchen und auf die Grillplatte gehört

Veröffentlicht am 13. September 2026

Gedeckter Raclette-Tisch mit Schälchen voller Zutaten, rohem Lachs auf einem Teller und dem Raclettegerät im Hintergrund

Beim Raclette entscheidet nicht das Gerät, sondern was auf dem Tisch steht. Der Klassiker braucht nur drei Dinge: guten Käse, kleine Kartoffeln und etwas Saures dazu. Alles andere ist Lust und Laune — herzhaft mit Speck und Pilzen, ohne Fleisch mit Birne und Gorgonzola, für Kinder als Mini-Pizza oder zum Schluss süß mit Schokolade und Banane. Hier stehen die Ideen fürs Pfännchen und für die Grillplatte, die Mengen pro Person und das, was beim Raclette gern schiefgeht.

Raclette-Ideen auf einen Blick

  • Klassisch: Raclettekäse über Pellkartoffeln, dazu Essiggurken, Silberzwiebeln, Pfeffer und Paprikapulver.
  • Menge pro Person: rund 200 g Käse, 200 bis 250 g Kartoffeln, dazu 100 bis 200 g Fleisch oder Fisch, wenn es welches gibt.
  • Herzhaft: Schinken oder Speck mit Champignons, Zwiebeln mit Bergkäse, Tomate mit Mozzarella.
  • Ohne Fleisch: Birne mit Gorgonzola und Walnüssen, Ziegenkäse mit Honig, Camembert mit Preiselbeeren.
  • Auf die Grillplatte: dünn geschnittenes Fleisch, Garnelen, Gemüse und Halloumi.
  • Süß zum Schluss: Banane mit Schokolade oder Apfel mit Zimt.
  • Rohes Fleisch und Geflügel auf eigene Teller und mit eigenem Besteck — und vollständig durchgaren.

Der Klassiker: Käse, Kartoffeln, Saures

Raclette kommt aus dem Wallis. Der Name stammt vom französischen „racler“, schaben: Ursprünglich wurde der Käselaib ans offene Feuer gehalten und der geschmolzene Käse abgestrichen. Das Tischgerät mit den kleinen Pfännchen ist die Variante für zu Hause — das Prinzip ist geblieben.

Klassisch kommen kleine Kartoffeln mit Schale auf den Teller, darüber der geschmolzene Käse, frisch gemahlener Pfeffer und etwas Paprikapulver. Dazu gehören Essiggurken, Silberzwiebeln und Mixed Pickles — ihre Säure ist das Gegengewicht zum Käse und der Grund, warum man mehr als ein Pfännchen schafft.

Welcher Käse sich eignet

Am besten schmilzt Raclettekäse, der genau dafür gemacht ist. Aber auch Gouda, Butterkäse und Cheddar laufen gut im Pfännchen. Für die ausgefalleneren Ideen weiter unten kommen Gorgonzola, Ziegenkäse, Camembert oder Mozzarella dazu — lieber mehrere Sorten in kleinen Mengen als eine große Packung von einer.

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Zur Rinde: Bei Schweizer Raclettekäse bleibt sie dran, sie wird im Pfännchen knusprig. Abschaben reicht. Bei anderen Käsen schneidet man die Rinde meist ein paar Millimeter ab.

Wie viel pro Person?

Zutatpro Personfür 6 Personen
Raclettekäserund 200 grund 1,2 kg
Kartoffeln200 bis 250 g1,2 bis 1,5 kg
Fleisch oder Fisch (wenn dabei)100 bis 200 g600 g bis 1,2 kg
Wer den Käse zusätzlich vom Laib abstreicht, plant etwas mehr ein.

Die Kartoffeln lassen sich gut vorbereiten: in 15 bis 20 Minuten knapp weich kochen und in einer Schüssel mit Deckel oder einem Tuch warm halten. Beim Raclette wird ohnehin lange gegessen — niemand muss warten, bis die nächste Portion fertig ist.

Raclette-Ideen fürs Pfännchen

Ins Pfännchen kommt, was schmelzen oder warm werden soll, obendrauf der Käse. Die Kombinationen unten sind Vorschläge, keine Regeln — am schönsten ist ein Tisch mit vielen kleinen Schälchen, aus denen sich jeder sein eigenes Pfännchen baut.

Herzhaft

  • Speck und Champignons mit Raclettekäse und etwas Pfeffer
  • Schinken, Frühlingszwiebeln und Kartoffelscheiben — das halbe Bauernfrühstück
  • Zwiebeln und Bergkäse, die Zwiebeln vorher auf der Grillplatte angeröstet
  • Tomate, Mozzarella und Basilikum — schmeckt wie Pizza ohne Teig
  • Spinat, Knoblauch und Feta, darüber ein wenig Raclettekäse, damit es zusammenhält

Ohne Fleisch

  • Birne, Gorgonzola und Walnüsse — der Klassiker unter den ausgefallenen Pfännchen
  • Ziegenkäse mit Honig und Thymian
  • Camembert mit Preiselbeeren
  • Paprika, Zucchini und Mais aus der Gemüseschale, mit Gouda überbacken

Für Kinder

  • Nudeln mit Tomatensauce und geriebenem Käse
  • Mini-Pizza: ein Stück Toast oder Baguette, Tomatensauce, Schinken oder Mais, Käse
  • Würstchen in Scheiben mit Ketchup und Käse

Süß zum Schluss

  • Banane und Schokolade — ein Stück Zartbitter schmilzt über den Bananenscheiben
  • Apfel, Zimt und ein wenig Zucker
  • Pfirsich oder Birne mit Marzipan

Für die süßen Pfännchen lohnt sich ein eigener Satz Pfännchen oder ein kurzer Abwasch zwischendurch — Käsereste und Schokolade sind keine gute Mischung.

Was auf die Grillplatte gehört

Die Platte oben auf dem Gerät ist der kleine Grill am Tisch. Sie mag alles, was dünn ist und schnell gart: Streifen von Rind oder Schwein, Hähnchenbrust in dünnen Scheiben, Garnelen, Zucchini- und Paprikastreifen, Champignons, Zwiebelringe. Dicke Stücke werden außen dunkel, bevor sie innen fertig sind — dafür ist die Platte zu schwach.

Ohne Fleisch passt Halloumi auf die Platte: Er schmilzt nicht, sondern bekommt auf der heißen Platte eine goldbraune Kruste. Wie das auf dem großen Grill geht, steht unter Halloumi grillen.

Hinweis: rohes Fleisch und Geflügel am Tisch

Beim Raclette liegt rohes Fleisch stundenlang mitten zwischen Salat, Brot und fertigem Essen. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) rät deshalb, rohes Fleisch — vor allem Geflügel — konsequent von Speisen zu trennen, die ohne weiteres Erhitzen gegessen werden, und für rohes und gegartes Fleisch getrennte Teller und getrenntes Besteck zu nehmen. Fleisch muss vollständig durchgaren: mindestens zwei Minuten lang 70 °C im Kern. Besondere Vorsicht gilt bei Geflügel und Hackfleisch. Nachzulesen beim BfR.

Beilagen und Getränke

Mehr als Kartoffeln und Saures braucht es nicht, aber ein paar Dinge machen den Abend runder: ein grüner Salat mit einer kräftigen Vinaigrette, frisches Baguette, eine Schale mit Weintrauben oder Birnen. Dips braucht es kaum — der Käse ist die Sauce.

Zum Trinken passen Weißwein, Rosé oder ein leichter Rotwein. Wer keinen Alkohol trinkt, nimmt Kräuter- oder Schwarztee.

Die häufigsten Fehler beim Raclette

  • Käse zu lange unter der Heizung. Er soll schmelzen und leicht Blasen werfen. Bleibt er zu lange drin, tritt das Fett aus.
  • Pfännchen überladen. Was sich stapelt, wird nicht heiß. Lieber zwei kleine Pfännchen hintereinander.
  • Zu dickes Fleisch auf der Grillplatte — außen verbrannt, innen roh.
  • Rohes Hähnchen mit der Salatgabel angefasst. Eigene Teller und Besteck für Rohes, siehe oben.
  • Alles auf einmal schneiden, nichts kühlen. Fleisch und Fisch erst kurz vor dem Essen aus dem Kühlschrank holen.

Häufige Fragen zu Raclette-Ideen

Was darf beim Raclette nicht fehlen?

Raclettekäse, kleine Kartoffeln mit Schale und etwas Saures: Essiggurken, Silberzwiebeln oder Mixed Pickles. Dazu Pfeffer und Paprikapulver. Alles andere ist Ergänzung.

Was kann man alles aufs Raclette tun?

Ins Pfännchen fast alles, was mit Käse schmeckt: Kartoffeln, Speck, Schinken, Pilze, Zwiebeln, Tomaten, Spinat, Birne, sogar Obst und Schokolade. Auf die Grillplatte gehören dünne Fleischstreifen, Garnelen, Gemüse und Halloumi.

Welche ausgefallenen Raclette-Ideen gibt es?

Birne mit Gorgonzola und Walnüssen, Ziegenkäse mit Honig und Thymian, Camembert mit Preiselbeeren oder Tomate mit Mozzarella und Basilikum. Zum Nachtisch Banane mit Schokolade.

Wie viel Käse rechnet man pro Person?

Rund 200 g Raclettekäse pro Person, dazu 200 bis 250 g Kartoffeln. Gibt es Fleisch oder Fisch, kommen 100 bis 200 g pro Person dazu.

Welche Beilagen passen zu Raclette?

Grüner Salat mit Vinaigrette, frisches Baguette, Essiggurken und Silberzwiebeln, dazu Obst wie Weintrauben oder Birnen. Die Säure von Gurken und Salat gleicht den Käse aus.

Muss man die Rinde vom Raclettekäse abschneiden?

Bei Schweizer Raclettekäse nicht — die Rinde wird nur abgeschabt und im Pfännchen knusprig. Bei anderen Käsesorten schneidet man sie meist ein paar Millimeter ab.

Kann man Hähnchen beim Raclette machen?

Ja, in dünnen Scheiben auf der Grillplatte. Es muss vollständig durchgaren, und rohes Geflügel gehört auf einen eigenen Teller mit eigenem Besteck, getrennt von Salat und fertigem Essen.

Rezept: klassisches Raclette für vier

4 Portionen · Kartoffeln kochen 15–20 Min. · am Tisch, so lange es schmeckt

Zutaten

  • 800 g Raclettekäse in Scheiben
  • 800 g kleine Kartoffeln
  • 1 Glas Essiggurken
  • 1 Glas Silberzwiebeln
  • 1 Glas Mixed Pickles
  • Pfeffer aus der Mühle
  • Paprikapulver, edelsüß
  • Salz fürs Kochwasser

Zubereitung

  1. Kartoffeln kochen. Die Kartoffeln waschen und mit Schale in Salzwasser 15 bis 20 Minuten knapp weich kochen. Abgießen und zugedeckt warm halten.
  2. Tisch vorbereiten. Käse in Scheiben auf einen Teller legen, Gurken, Silberzwiebeln und Pickles in Schälchen füllen. Das Raclettegerät einschalten und vorheizen.
  3. Schmelzen. Eine Scheibe Käse ins Pfännchen legen und unter die Heizung schieben, bis der Käse geschmolzen ist und leicht Blasen wirft — nicht länger, sonst tritt das Fett aus.
  4. Anrichten. Eine Kartoffel auf dem Teller aufbrechen oder halbieren, den Käse aus dem Pfännchen darüber schaben, mit Pfeffer und Paprikapulver würzen. Gurken und Zwiebeln dazu.

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