Halloumi ist der einzige Käse, der auf dem Rost seine Form behält. Er stammt aus Zypern, wird aus Schaf- und Ziegenmilch hergestellt und hat einen so hohen Schmelzpunkt, dass er bräunt statt zu zerlaufen. Zwei bis drei Minuten je Seite reichen. Der eigentliche Unterschied zum Gemüse liegt woanders: Beim Halloumi lohnt sich die Marinade wirklich — Weber schreibt, er schmecke „ohne Gewürze etwas fad“.
Halloumi grillen auf einen Blick
- Zeit: 2 bis 3 Minuten je Seite, insgesamt also 4 bis 6 Minuten.
- Schnitt: Fingerdicke Scheiben. Dünner trocknet aus, dicker bleibt innen kalt.
- Marinieren lohnt sich — anders als beim Gemüse. Eine halbe Stunde reicht, ein bis zwei Stunden sind besser.
- Öl gegen das Kleben. Den Käse einpinseln, nicht den Rost. Und den Rost vorher gut ausbürsten.
- Nicht zu früh wenden. Halloumi löst sich von selbst vom Rost, sobald die Kruste steht. Wer zieht, reißt ihn auf.
- Nicht salzen. Halloumi liegt in Salzlake und bringt genug mit.
- Sofort essen. Abgekühlt wird er zäh und quietscht zwischen den Zähnen.
Wie lange Halloumi grillen?
- Aline Made: „Halloumi bei mittlerer Hitze beidseitig je 2-3 Minuten grillen.“
- Club of Wine: „etwa 2-3 Minuten pro Seite grillen, bis er goldbraun und knusprig ist“.
- Die Frau am Grill: „Wenige Minuten pro Seite reichen aus. Insgesamt liegt die Grillzeit meist bei etwa 4 bis 6 Minuten.“
- Weber: „von jeder Seite etwa zwei bis fünf Minuten“, direkt über der Flamme.
- AMZBBQ: Scheiben von einem Zentimeter auf der Plancha 3 bis 4 Minuten.
Das ist die engste Spanne in dieser ganzen Reihe — alle Quellen liegen zwischen zwei und fünf Minuten je Seite. Der Grund ist einfach: Beim Halloumi geht es nicht ums Garen, sondern nur um die Kruste. Der Käse ist bereits essfertig, wenn er auf den Rost kommt.
Warum er klebt — und was hilft
Das häufigste Problem beim Halloumi ist nicht die Zeit, sondern der Rost. Weber empfiehlt, den Käse „eingepinselt mit ein wenig Öl“ aufzulegen, „damit er nicht am Rost festklebt“, und schlägt zusätzlich eine Grillschale vor, „damit das Öl nicht in die Flamme tropft“.
Zwei Dinge kommen aus meiner Sicht dazu: Der Rost muss heiß und sauber sein, bevor der Käse auflegt — auf Rückständen klebt alles. Und man darf ihn nicht bewegen. Halloumi löst sich von selbst, sobald sich die Kruste gebildet hat; wer nach dreißig Sekunden mit der Zange zieht, hat die Hälfte des Käses am Rost.
Häufige Fragen
Muss Halloumi mariniert werden?
Nötig ist es nicht, aber es lohnt sich mehr als bei jedem Gemüse. lecker.de lässt den Käse „mindestens 30 Minuten durchziehen“, Weber empfiehlt ein bis zwei Stunden. Olivenöl mit Zitrone, Oregano, Knoblauch oder Chili — Salz braucht die Marinade nicht.
Kann man Halloumi in Alufolie grillen?
Möglich, aber sinnlos. In der Folie bekommt er keine Kruste, und die Kruste ist der ganze Punkt. Wer Angst vor dem Rost hat, nimmt eine Grillschale oder eine Grillplatte.
Was passt dazu?
Alles, was gleich schnell fertig ist: halbierte Tomaten, Zucchinischeiben und Paprikastreifen liegen ebenfalls im Bereich weniger Minuten. Auf einem gemeinsamen Spieß ist Halloumi allerdings heikel — er wird weich und rutscht.
Anmerkung
Die Zeiten stammen aus den unten verlinkten Quellen und sind nicht nachgemessen. Die Hinweise zum sauberen, heißen Rost und zum Nichtbewegen sind meine Einschätzung, keine Aussage einer Quelle.
Quellen
- Weber: Grillkäse grillen
- Aline Made: Halloumi grillen
- Club of Wine: Halloumi-Käse vom Grill
- Die Frau am Grill: Halloumi grillen
- lecker.de: Halloumi grillen – so geht’s richtig
- AMZBBQ: Gemüse von der Plancha